Und sie lebten glücklich bis ans Ende Ihrer Tage...

Vor allem Männer werden ihn immer vergessen: den Hochzeitstag. Wichtig, liebe Männer, den wichtigsten Tag schön notieren, besser noch merken, und zu den folgenden Jubiläen mit dem oder der Geliebten feiern:

1 Jahr Baumwollhochzeit

3 Jahre Lederhochzeit

4 Jahre Seidenhochzeit

5 Jahre Holzhochzeit

6 ½ Jahre Zinnhochzeit

7 Jahre Kupferhochzeit

8 Jahre Blechhochzeit

9 Jahre Keramikhochzeit

10 Jahre Rosenhochzeit

Hat man diese Jubiläen erfolgreich und weiterhin glücklich hinter sich gebracht, folgen noch ein paar Jahre:

11 Jahre Stahlhochzeit

12 Jahre Nickelhochzeit

12 ½ Jahre Petersilienhochzeit

13 Jahre Spitzenhochzeit

14 Jahre Elfenbeinhochzeit

15 Jahre Kristallhochzeit

20 Jahre Porzellanhochzeit

25 Jahre Silberhochzeit

30 Jahre Perlenhochzeit

35 Jahre Leinenhochzeit

40 Jahre Rubinhochzeit

 

Für „Alteingesessene“ gibt es dann noch folgende Jubiläen, die man noch feiern kann, sofern der Ehepartner noch nicht aus dem Leben geschieden ist:

45 Jahre Messinghochzeit

50 Jahre Goldhochzeit

55 Jahre Juwelenhochzeit

60 Jahre Diamanthochzeit

65 Jahre Eisenhochzeit

70 Jahre Gnadenhochzeit

75 Jahre Kronjuwelenhochzeit

Planung ist das A und O

(nicht´s für Perfektionisten)

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass… Mathematiker kennen es. Auch die Hochzeit bleibt von Wahrscheinlichkeiten nicht verschont. Gespickt mit Planungen, Abwägungen, Wahrscheinlichkeiten, Kompromissen durchläuft das künftige Brautpaar die Hochzeitsvorbereitungen. Das Paar hat es nicht leicht. Es sei denn, es stehen ihm fleißige Helfer mit Rat und Tat zur Seite. Es können verschiedene Hilfsmittel sein: das Internet, das Branchenbuch, ein eigens hierfür engagierter Hochzeitsplaner, oder aber auch die engsten Freunde, in den meisten Fällen die Trauzeugen.

In der Zeit bis zur Hochzeit erweisen sich Trauzeugen als eines der wichtigsten Hilfsmittel, denn sie kennen das Brautpaar in- und auswendig. Sie sind die größte Stütze in diesem stressigen Zeitraum, oder auch die „guten Feen“.

„Ungebetner Gast ist meist schwere Last“. Auch die Gästeliste sollte gut überlegt sein. Man kann diese ausschweifend gestalten, Haus und Hof laden, oder aber man möchte es spartanisch im engsten Kreise der Lieben und Gönner. Hier kommt es auf Feingefühl und Kompromisse an. Die Entscheidung trifft das Paar allerdings für sich alleine ohne äußeren Einfluss.

Tanzen, bis die Sonne aufgeht. Eine andere große Aufgabe ist es auch, eine gute Sohle auf´s Parkett zu legen. Der Hochzeitstanz, die Eröffnung des ausgelassenen Tanzens und Feierns, ist der wichtigste, denn alle Augen sind auf Sie gerichtet. Um nicht peinlich aufzufallen, sollten Paare einen Tanzkurs belegen. Dies fördert nicht nur das Takt- und Tanzgefühl, sondern soll die Liebenden in dieser anstrengenden Zeit auch wieder etwas näher bringen. Empfinden Sie nicht die Verpflichtung des perfekten Tanzes, fühlen Sie den Spaß dabei und genießen Sie die Ruhe und Nähe zu Ihrem Partner.

Lassen wir´s krachen… Aus dem antiken Griechenland, aus Sparta um genau zu sein, zu uns gekommen: herzlich Willkommen, Junggesellenabschied. Er soll den letzten Abend symbolisieren, an dem man ausgelassen feiern kann, ohne an den Partner zu denken. Egal, was man macht, ob abenteuerlich oder gemächlich, er ist ein Muss für jedes künftige Brautpaar. Ausgelassen mit den Freunden feiern, Scherze machen, Gott einen guten Mann sein lassen. Aber eins sollte man beachten (vor allem als wachender Trauzeuge): es ist alles erlaubt, was die künftige Ehe nicht gefährdet oder belastet. Ein gut geplanter Junggesellenabschied ist wichtig, um das Paar nicht in peinliche Situationen zu bringen.

Jetzt schepperts aber. Wohin nur mit uralten Goldrand-Tellern und den geblümten Kaffeetassen von Großmutter? Ab damit auf den Polterabend! Denn „Scherben bringen Glück“. Symbolisch wünscht man dem künftigen Brautpaar ein gutes Gelingen in der Ehe. „Was darf ich denn nun poltern und was sollte ich lieber in meinem Küchenschrank aufbewahren?“. Erlaubt ist Porzellan, Steingut, Keramik und Ton. Wer also keine bösen Blicke ernten möchte oder gar von der Feierlichkeit verbannt werden möchte, der sollte Glas und Spiegel bei sich behalten. Gedacht ist der Polterabend auch für Gäste, die nicht zur Hochzeit erscheinen können / wollen / dürfen. Natürlich ist hier, wie auf fast jeder Feier, für das leibliche Wohl der Gäste zu sorgen. Traditionell wird den Gästen Hühnersuppe gereicht, was in der scheinbar heidnischen Herkunft die Fruchtbarkeit symbolisieren soll. Wer sich im Worldwide Web vorab informiert hat, wird festgestellt haben, dass es natürlich auch nicht mehr üblich ist, auf Grund dieser Symbolik dem Paar ein Huhn zu schenken. Die Aufräumarbeiten dürfen die Gäste getrost dem Brautpaar überlassen. Unfair, aber häufig durchgeführt und amüsant für die Gäste, ist die – in einem unachtsamen Augenblick der Brautleute - erneute Leerung des Scherbencontainers. Deshalb: den Container immer schön verschließen und niemals aus den Augen lassen. Was altertümliche, aber dennoch recht interessante Bräuche betrifft, scheint es doch regionale Unterschiede zu geben. Während es in Süddeutschland den Brauch gibt, dass, wenn eine junge Frau (ob Nachbarin oder Bekannte oder Freundin) dem Bräutigam eine gewickelte Babynachbildung vor die Füße wirft und dieser errötet, er wohl ein schlechtes Gewissen an den Tag legt, scheint es speziell in Bayern den Brauch zu geben, dass eine Frau (oder auch ein verkleideter Mann) als Brautkopie versucht, den Bräutigam zu umgarnen, dessen Aufgabe darin besteht, die Avancen abzuweisen und sich mit Gegenargumenten aus diesem Dilemma zu befreien. Somit heißt es auf einem Polterabend, immer die Augen und Ohren offen zu halten.

In fremden Betten. Ein ebenso schöner als auch aufregender Brauch ist das getrennte Schlafen vor der Hochzeit, z. B. der Bräutigam bei seinem Trauzeugen, die Braut bei ihren Eltern. Dies lässt beide vor dem großen Tag noch einmal tief durchatmen, nachdenken, abschalten. Zum Anderen aber erhöht es aber auch die Spannung, den Partner erst in der Kirche oder im Standesamt in seinem wunderschönen Kleid oder Anzug zu sehen, in glänzen zu sehen. Die Abwechslung und der kurzzeitige Abstand sollten von beiden Seiten genutzt werden, um nochmal Stärke zu sammeln.

Steht der große Tag endlich an, heißt es „keine Hektik, keine Panik“. Konzentrieren Sie sich auf Ihren Ablauf – Ihrem Partner werden Sie noch rechtzeitig in seine glänzenden Augen schauen können.