Rund um die Hochzeit

Wenn zwei liebende Herzen sich gefunden haben und sich sicher sind, den weiteren Lebensweg gemeinsam gehen zu wollen, dann steht eine Hochzeit an. Vorher muss natürlich noch vielerlei erledigt und geplant werden. Zuallererst steht natürlich die Frage aller Fragen im Raum und diese möchte natürlich standesgemäß gestellt werden. So wird sich einer der beiden zukünftigen Brautleute ein Herz fassen und dem Anderen Part einen Heiratsantrag machen. Traditionell ist immer noch der Mann derjenige, welcher den Antrag macht, auch wenn es in unserer heutigen, modernen Zeit nicht mehr ausgeschlossen ist, dass auch die Frau die alles entscheidende Frage stellt.

Der Antrag

Der Antrag selbst – egal ob vom Mann oder von der Frau gemacht, soll vor allem eines sein: Einzigartig! Um diesen Moment für die Beteiligten zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen, muss sich der Antragsteller schon ins Zeug legen und sich einiges einfallen lassen. Nur bei ganz wenigen Menschen kommt ein puristisch gehaltener Antrag, ohne Drumherum, auch gut an. Allerdings gilt es hier schon, sich mehr als nur ein, zwei Gedanken zu machen. Hier gilt es den Antrag entsprechend den Vorlieben des Partners zu gestalten. Es ist wenig ratsam jemandem, der es eigentlich lieber unauffällig und ruhig mag mit einem bombastischen Antrag inmitten einer großen Menschenansammlung zu überraschen. Genauso wenig wird der Antrag zu einem unvergesslichen Erlebnis, wenn man einen sehr aktiven Partner hat, der gerne im Mittelpunkt steht und man diesen dann in eine stille Berghütte entführt um ihm beim Candle-Light Diner die entscheidende Frage zu stellen.

Die Planung

Gehen wir aber idealerweise davon aus, der Antrag war ein voller Erfolg und wurde angenommen. Beide Partner schweben auf Wolke sieben und träumen von der gemeinsamen Zukunft. Nun müssen sich beide nur noch über den Zeitpunkt einig werden, wann die Hochzeit stattfinden soll. Wenn bei diesem Punkt Einigkeit besteht, dann kann die Planung beginnen. Je nachdem wie weit in der Zukunft der Hochzeitstermin liegt, geht das sehr entspannt oder drunter und drüber. Wer sich damit überhaupt nicht beschäftigen will oder kann, hat auch die Möglichkeit einen Hochzeitsplaner zu engagieren. Die Idee stammt ursprünglich aus Amerika. Zunächst leisteten sich diesen Luxus nur die Reichen. Doch mehr und mehr stellten sich die Hochzeitsplaner auf die Mittelschicht ein und es wurden auch Feiern im mittleren Preissegment möglich. Mittlerweile ist die Auswahl an Planern und Möglichkeiten so groß, dass auch im unteren Preissegment die Beauftragung eines Hochzeitsplaners nicht mehr ungewöhnlich ist. Der jeweilige finanziellen Rahmens sollte jedoch unbedingt von Anfang an geklärt werden. Zwar ist es ratsam einen gewissen „Notgroschen“ für Zusatzkosten zur Verfügung zu stellen, doch sollte ein absolutes Oberlimit klar fixiert sein um unliebsame Überraschungen auszuschließen. Alles allein kann allerdings auch der beste Hochzeitsplaner nicht machen. Immer wieder müssen Treffen arrangiert werden, bei denen wichtige Dinge abgesprochen werden müssen, dabei geht es um persönliche Vorlieben und Abneigungen der Brautleute, sowie bestimmte Besonderheiten, die beachtet werden müssen.

Die Location

Nachdem der Termin für die Hochzeit festgelegt ist und die Planungen begonnen haben, stellt sich zunächst die Frage wo die Feierlichkeiten stattfinden sollen. Dies gilt sowohl für den Polterabend, der zwar üblicherweise beim Brautpaar zu Hause stattfindet, was aber nicht zwingend ist, als auch für die eigentliche Hochzeitsfeier. Hier sind nicht nur die persönliche Vorlieben des Paares, sondern auch die Kapazitäten der Feierlichkeiten ausschlaggebend. Ein Hochzeitsplaner wird jedoch all das berücksichtigen und entsprechend einplanen. War es früher teilweise sehr schwer für bestimmte Wunsch–Locations einen entsprechenden Anbieter zu finden ist es heute beinahe schon Gang und Gäbe, dass z.B. ein Schlossbesitzer sein Anwesen für Hochzeitsfeierlichkeiten vermietet. Trotzdem kann es unter Umständen schwieriger werden, wenn z.B. ganz spezielle Daten gewählt wurden. Solche typischen Daten sind z.B. der 11.11.2011 oder der 08.08.2008 etc. Auch Daten die an große Ereignisse erinnern, werden gerne genommen. Hier kann es dann auch schon mal passieren, dass eine gewünschte Location nicht zur Verfügung steht. Gerade die Buchung der Location sollte man also so bald wie möglich durchführen.

Das Outfit

Sobald man weiß, wo die Feierlichkeiten stattfinden sollen und noch bevor man sich mit den ganzen Rahmenbedingungen beschäftigt sollte das Outfit ausgewählt sein. Da es in der Regel bei den Herren etwas einfacher von Statten geht, brauchen wir uns hiermit nicht ausführlicher zu befassen. Meist ist beim Bräutigam der klassische Hochzeitsanzug der Favorit. Lediglich Farbe und Schnitt variieren etwas. Für den perfekten Sitz sorgt u.U. der Service des Herrenausstatters. Komplizierter wird es da normalerweise, wenn es um das Brautkleid geht. Nicht nur dass das Kleid perfekt sein muss – nein, jede Braut hat irgendwo in ihrem Kopf bereits eine ziemlich genaue Vorstellung, wie das Kleid für den schönsten Tag im Leben aussehen soll. Dieses Kleid dann auch nur annähernd zu finden ist schon eine Herausforderung für sich und die Braut dann auch noch halbwegs bei Laune zu halten, wenn das Kleid dann zwar tatsächlich gefunden ist, es aber an der Braut irgendwie weniger traumhaft aussieht, weil es ihr eben einfach nicht entspricht. Da man an der Braut selber in so kurzer Zeit wenig verändern kann, bleibt dann die Möglichkeit entweder das Traumkleid noch so weit zu verändern, dass sich Vorstellung und Realität doch noch annähern, oder ein Kleid zu finden, dass vielleicht nicht ganz den Wunschvorstellungen entspricht, aber dann an der Braut selbst doch überrascht. Kleinere passformtechnische Unstimmigkeiten sind dann innerhalb kürzester Zeit ausgemerzt und die Braut kann heiraten. Eigentlich – aber halt…es fehlt noch mindestens ein wichtiger Bestandteil:

Die Brautschuhe

Ist es normalerweise schon schwierig für eine Frau sich für ein bestimmtes Paar Schuhe zu entscheiden, so wird das im Fall der Brautschuhe beinahe schon zu einer „Mission Impossible“. Sie sollen einzigartig, wunderschön, sexy, außergewöhnlich und extravagant und außerdem auch noch bequem sein (schließlich muss die Braut sie über mehrere Stunden tragen) und zum Brautkleid passen müssen sie natürlich auch. Der Kauf des Outfits für die Braut ist in den allermeisten Fällen eine nervenaufreibende Sache. Manchmal bedarf es auch mehrerer Anläufe, bis das Passende gefunden wird. Das sollte man auf jeden Fall bei der Planung in Betracht ziehen. Die Tradition sieht es vor, dass der Bräutigam die Braut vor der eigentlichen Trauung nicht in ihrem Outfit sehen darf. Man glaubt dies bringe Unglück für die kommende Verbindung. Ebenfalls Tradition ist das bezahlen der Brautschuhe mit Pfennigen (früher) bzw. Cent-Stücken (heute). Das macht man übrigens nicht, weil man die Verkäuferin ärgern möchte, sondern dieser Brauch stammt noch aus der Zeit, als Frauen auf ihre Brautschuhe sparen mussten. Da sie meist wenig Einkommen hatten, konnten Sie auch nur minimale Beträge zurücklegen. Hatte eine Frau sich dann ihre Brautschuhe zusammengespart, zeigte dies dem Bräutigam, dass er eine sparsame und disziplinierte Frau bekommt, die mit Geld umzugehen weiß.

Viele Kleinigkeiten

Glücklich der, welcher einen Hochzeitsplaner beauftragt, denn dieser kümmert sich um alles. Wer das nicht hat, tut gut daran, sich viele Mitstreiter, bzw. Helfer zu organisieren. In der Aufregung kann man sicherlich das Eine oder Andere vergessen. So ist es z.B. durchaus schon vorgekommen, dass scheinbar unwichtige Sachen, wie z.B. die Tischdekoration, der Brautstrauß, die Dekoration für das Brautauto, die Tischkarten, die Organisation der Spiele oder die Brautentführung, etc. schlichtweg vergessen wurden. Im Einzelnen sicher kein Drama und vielleicht auch nicht jedermanns Sache, aber das sollte individuell entschieden werden. Ratsam ist es nicht ein und dieselbe Person mit allem zu betrauen, sondern die Aufgaben je nach Themen auf verschiedene Leute aufzuteilen. So ist dann z.B. eine Person für die gesamte Blumendekoration verantwortlich, eine andere kümmert sich um den Ablauf etc. Meist übernehmen derlei Aufgaben die Trauzeugen oder enge Freunde des Brautpaares. Koordinieren und die Aufgaben verteilen müssen allerdings die Brautleute doch selbst. Hier empfiehlt es sich auch eine entsprechende Checkliste anzufertigen. Wem dies zu anstrengend ist oder wer Angst hat trotzdem etwas zu vergessen, kann solche Checklisten auch im Internet finden. Allerdings erheben diese auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn jedes Brautpaar hat unterschiedliche Vorstellungen einer perfekten Hochzeit.