Bei der Hochzeit darf ein wunderschöner Brautstrauß natürlich nicht fehlen. Einerseits ist es eine langgehegte Tradition, dass die Braut zu ihrem zauberhaften Hochzeitskleid einen romantischen Blumenstrauß in ihren Händen hält. Andererseits erhofft sich jede Brautjungfer, beim Werfen des Brautstraußes die Glückliche zu sein, die den Strauß auffängt und schon bald selbst als Braut vor dem Traualtar steht.

Und mal ganz davon abgesehen: Welche Frau liebt keine Blumen und erfreut sich nicht auch noch Jahrzehnte nach der Hochzeit an ihren eigenen Hochzeitsfotos und dem zauberhaften Brautoutfit, das romantisch vom Brautstrauß abgerundet wird!?

Sie sehen, es gibt wirklich viele gute Gründe, sich frühzeitig mit dem Blumenarrangement des Brautstraußes zu beschäftigen und sich Gedanken darüber zu machen, welche Blumen und Farben das Blumenbouquet bestimmen sollen.

Das Wichtigste zuerst: Wer kauft den Brautstrauß?

Traditionell übernimmt der Bräutigam diesen romantischen Teil der Hochzeitsvorbereitungen. Damit steht ihm eine sehr schöne, zugleich aber auch sehr heikle Aufgabe bevor. Denn eins ist klar: Der Strauß muss der Braut zu 100 % gefallen.

Es ist nicht verwerflich, wenn das zukünftige Brautpaar mit der alten Tradition bricht und die Braut sich gemeinsam mit ihrem zukünftigen Ehemann um den Hochzeitsstrauß kümmert. Oder zumindest dem Bräutigam eine sehr gute Freundin oder die Frau Mama zur Seite stellt, um dezente Hinweise zu geben, damit nichts schief geht. Schließlich wünscht sich jede Braut DEN perfekten Strauß zur Hochzeit.

Brautstrauß für die Hochzeit – hier ist absolutes Fingerspitzengefühl gefragt

Der Blumenstrauß ist zweifelsfrei eines der schönsten und wichtigsten Accessoires der Braut. Er wird entweder aus einer einzelnen großen Blume und grünem Laub oder aus mehreren Blumen gebunden. Häufig werden besonders dekorative Blätter und zierende Halme hinzu kombiniert, damit der Brautstrauß zu einem absoluten Blickfang wird.

Bevor der Bräutigam blindlings einen Strauß Blumen für die Hochzeit kauft, sollte er die Vorlieben seiner Herzensdame in Erfahrung bringen, denn vieles ist möglich:

  • Große Einzelblüten
  • Viele kleine Blumen
  • Einfarbige Blumengebinde
  • Romantische Blütenfarben
  • Kontraststarke Blüten
  • Elegante weiße Blühpflanzen
  • Dekorative Gräser
  • Wunderschöne Wildblumen

Ganz egal, welche Vorlieben die Braut bei Blumen, Pflanzen und Farben hat – ihr Geschmack muss zu 100 % getroffen werden und der Strauß muss zum Brautkleid sowie zu dem übrigen Braut-Outfit passen.

Tipp: Sind Sie als Bräutigam völlig ahnungslos, welche Erwartungen Ihre Liebste an den Brautstrauß hegt, fragen Sie Ihre Verlobte! Stöbern Sie gemeinsam im Internet und schauen Sie sich Fotos vieler Brautsträuße an. Achten Sie auf Anzahl der Blüten, Farben, Formen und Größen der verschiedenen Sträuße – und seien Sie unbedingt aufmerksam, bei welchen Blumensträußen die Augen Ihrer Braut strahlen! Denn anders als bei geschenkten Blumensträußen haben Sie für diesen besonderen Blumenstrauß für die Braut nur eine Chance, einen Volltreffer zu landen.

Wo kauft man einen Brautstrauß für die Hochzeit?

Im Zeitalter des Internets kann man nahezu alles online bestellen. Geht es aber um den Brautstrauß, legen wir Ihnen wärmstens ans Herz, sich lokal in der Nähe Ihres Wohnorts nach einem guten Floristen umzuschauen. Das bringt gleich mehrere Vorteile:

  • Der Florist kann Sie fachmännisch beraten, welche Blumen sich besonders gut für den Strauß der Braut eignen.
  • Der Blumenfachmann bzw. die Blumenfachfrau kann Ihnen Blumen empfehlen, die saisonal zur Verfügung stehen und die Temperaturen gut vertragen.
  • Der Hochzeitsstrauß wird frisch gebunden, sodass die Blumen eine bessere Haltbarkeit aufweisen als jene, die schon ein paar Tage im Paket unterwegs sind.
  • Der Florist vor Ort will Sie als Kunde nicht verlieren und gibt sich deshalb beim Brautstrauß binden größte Mühe, damit der Strauß trotz seiner filigranen Schönheit solide gebunden ist, nicht zerfällt und zuverlässig die turbulente Hochzeitsfeier übersteht.
  • Sie oder der Trauzeuge holen den Floristenstrauß am Morgen vor der Hochzeit ab – das ist absolut sicher und es gibt keine Enttäuschung.

Wichtiger Hinweis: Obwohl Online Blumenhändler Liefertermine garantieren, verlassen Sie sich niemals darauf. Die Autorin hat bei ihrer eigenen Hochzeit vergeblich auf den Hochzeitsstrauß gewartet. Obwohl der Brautstrauß per Kurier zugestellt werden sollte, kam er zu spät – einen Tag nach der Hochzeit!

Wie teuer ist ein Brautstrauß?

Es erscheint nicht gerade romantisch, wenn man als Bräutigam auf den Preis des Brautstraußes achten muss. Allerdings ist es keine Schande, wenn man ein begrenztes Budget für die Hochzeit zur Verfügung hat. Schließlich wollen Anzug für den Bräutigam, Brautkleid, Accessoires für die Braut, Hochzeitsschuhe, Hochzeitsfeier, Hochzeitsreise und natürlich die Trauringe ebenfalls bezahlt werden.

Für den gebundenen Brautstrauß vom Floristen müssen Sie etwa einen Preis zwischen 45 Euro und 100 Euro einkalkulieren. Natürlich sind auch beim Blumenstrauß für die Braut nach oben hin keine Grenzen gesetzt. Deshalb sollten Sie im Blumengeschäft das zur Verfügung stehende Budget eingrenzen und klar formulieren, in welcher Preisspanne sich der frisch gebundene Hochzeitsstrauß bewegen soll.

Scheuen Sie sich nicht, den Rahmen für das Brautstrauß-Budget vorzugeben – denn Heiraten kostet viel Geld und ist alles andere als günstig.

Tipp: Müssen Sie bei den Hochzeitsvorbereitungen auf das Budget achten, bitten Sie den Floristen bzw. die Floristin darum, saisonale Blumen und Pflanzen zum Brautstrauß binden zu verwenden. Sowohl für die Sommerhochzeit, wie auch für die Winterhochzeit stehen zahlreiche saisonale Blumen, Blüten und Zierereien zur Auswahl, die zu der Jahreszeit besonders günstig im Blumenladen erhältlich sind.

Welche Blumen für den Hochzeitsstrauß?

Spielt das Budget keine allzu große Rolle, können Sie bei der Blumenauswahl aus dem Vollen schöpfen – Rote Rosen, Weiße Lilien, Orchideen – diese Blumensorten können ganz schön ins Geld gehen. Für Frühling und Sommer sind Tulpen und Wildblumen preiswerte Alternativen. Auch ein kleiner Biedermeierstrauß ist bezahlbar.

Besonders beliebt sind Brautsträuße in Kaskaden-Form. Diese werden oft auch als Wasserfall-Bouquet bezeichnet. Leider zählen Wasserfall-Brautsträuße wegen dem hohen Aufwand bei der Binde-Technik zu den teureren Brautsträußen.

Hier können Sie alternativ auf einen kleineren Blumenstrauß in Wasserfall-Optik zurückgreifen, wenn Ihre Braut sich genau solch einen Strauß wünscht. Sehr hübsch ist dabei übrigens die Kombination aus weißen Blüten und grünem Efeu.

Tipp für den Bräutigam: Kaufen Sie auf keinen Fall einen besonders großen und üppigen Brautstrauß. Vor allem kaskadenartige Sträuße erreichen ein hohes Gewicht – denken Sie an Ihre Braut, die diesen Strauß den ganzen Tag tragen soll. Weniger ist mehr!

Trägt Ihre Braut zum Hochzeitskleid eine lange Schleppe, kommt ein Brautstrauß in Tropfenform in Frage. Die Bindetechnik ist nicht ganz so aufwändig, deshalb ist dieser Blumenstrauß bei entsprechender Blumenauswahl auch etwas günstiger als der Kaskaden-Strauß.

Nicht ganz so teuer ist das Wreath-Bouquet. Bei dieser besonderen Blumenstraußform wird das Gebinde ähnlich wie eine Handtasche über dem Arm getragen. Häufig besteht der Strauß hauptsächlich aus dekorativem Blattgrün, in dem nur wenige Blüten in Szene gesetzt werden. Das satte Grün in Verbindung mit einer einzelnen Rose, Tulpe oder Hyazinthe sieht zauberhaft aus und ist mal etwas Neues.

Brautstrauß und Wurfstrauß – was ist der Unterschied?

Ein Brautstrauß wird von der Braut zur standesamtlichen Hochzeit und bei der kirchlichen Hochzeit getragen. Doch bei der Hochzeitsfeier ist es Tradition, dass die Braut ihren Brautjungfern den Rücken zukehrt, um den Brautstrauß zu werfen.

Zwar macht Sie damit eine Brautjungfer glücklich. Aber dies bedeutet auch die Trennung vom eigenen Hochzeitsblumenstrauß. Dabei würden wohl alle Bräute ihre Brautsträuße liebend gerne behalten, trocknen und als Erinnerungsstück in einer Hochzeitsbox aufbewahren wollen.

Genau aus diesem Grund wurden Wurfsträuße “erfunden”. Bei diesen handelt es sich um kleine Brautsträuße, die anstelle des eigentlichen Brautstraußes geworfen werden. So kann die Braut ihren Brautstrauß behalten und eine ihrer Brautjungfern mit dem Wurfstrauß erfreuen.

Tipp für den Bräutigam: Lässt es das Hochzeitsbudget zu, lassen Sie vom Floristen neben dem Brautstrauß auch einen Wurfstrauß binden.

Brautstrauß werfen: Woher kommt der Hochzeitsbrauch?

Das Brautstrauß werfen hat eine lange Tradition. Und diese hat, anders als man es vielleicht vermuten mag, einen eher unangenehmen Ursprung. Zu Zeiten, als tägliche Körperpflege noch nicht Standard war, trugen Bräute bei der Hochzeit intensiv duftende Blumensträuße, um unangenehmen Körpergerüche zu kaschieren.

Doch diese Zeiten gehören glücklicherweise der Vergangenheit an. Keine Braut würde heute ohne ausgiebiges Baden oder Duschen und ohne ein tolles Parfüm vor den Altar treten. Und so ist das Brautstrauß werfen einfach “nur” noch ein romantischer Hochzeitsbrauch, bei dem eine Brautjungfer den Strauß fängt und vielleicht bald schon wieder die Hochzeitsglocken läuten werden.