Legierung


 

Legierung ist die Bezeichnung für eine Verbindung  metallischer Werkstoffe,  welche aus wenigstens zwei Elementen besteht, die beide den für Metall typischen kristallinen Aufbau mit einer metallenen Bindung aufweisen. Legieren stammt vom lateinischen „ligare“ und heißt wörtlich: vereinigen,  verbinden bzw. zusammenbinden.

Bei  Legierungen entstehen neue Eigenschaften der verwendeten Materialen, welche sich durch die Kombination bestimmter Werkstoffe steuern lässt. Meist  sind diese neuen Eigenschaften denen  reiner Metalle überlegen. So z. B. in Puncto  Farbe, Härte, Korrosionsbeständigkeit etc. Bei einer Legierung werden die Ausgangsattribute des Materials mehr oder weniger verändert, bzw. ergänzt. Weißgold zum Beispiel besteht zwar bis zu 75 % aus Gold, jedoch wird ihm durch die Zugabe von Palladium die gelbe Farbe entzogen. Unter Umständen genügt  bereits die Zugabe einer geringen Menge von Legierungsmetallen um die Ursprungseigenschaften sehr stark zu verändern.

Legieren in der Goldschmiedekunst

Bei der Verarbeitung in den Goldschmieden werden die Metalle aufgrund der oftmals nicht optimalen  Eigenschaften selten in ihrem Originalzustand  verwendet, sondern es wird in der Regel mit Legierungen  nachgearbeitet und optimiert. Die am häufigsten angewandten Legierungen sind :


Dreistofflegierung
Da Gold in seiner Ursprungsform zu weich ist, wird hier überwiegend mit einer klassischen Legierung gearbeitet. Da diese Legierung aus drei Komponenten besteht, nennt sie sich auch   Dreistofflegierung. Sie enthält Gold/Silber/ Kupfer. Die verschiedenen prozentualen Anteile  der Zusatzstoffe ergeben die gewünschten Eigenschaften sowie Einfärbungen.


Silberlegierung
Die üblichste Silberlegierung ist die 925 er. Hier wurden z.B. 92,5 % Silber mit 7,5% Kupfer gemischt um die Festigkeit zu verbessern. Dies ist nötig, da Silber ein sehr weiches Edelmetall ist und sich ohne Legierung kaum verarbeiten lässt. 

Edelstahllegierung

Edelstahl bezeichnet legierte oder unlegierte Stähle, die einen besonderen Reinheitsgradaufweisen, oder durch eine besondere Verfahrensweise veredelt wurden. Aufgrund der besonderen Eigenschaften gewinnt Edelstahlschmuck immer mehr an Bedeutung

Graugoldlegierung

Graugold ist eine sehr hochwertige Legierung welche  z. B.   bei der Bezeichnung  585er -585 Teile Gold, 195 Teile Palladium sowie weitere Zusatzmetalle enthält.
Graugold ist  dunkler als  Weißgold tendiert  eher in die Richtung Anthrazit. Einem Gelbstich beugt man hier durch die Zugabe von Palladium vor.  Die fehlende Nachbearbeitung mittels Rhodinieren erhält den Grauton.  
Für Platin Ringe müssen nur besonders wenige zusätzliche Bestandteile eingebracht werden. Der Reinheitsgrad  liegt bei 95 % (950 PT) und  hat nur 5% Legierungszusätze.
Besonders für  Allergiker spielt es eine große Rolle welche Legierung verwendet wurde. Wir verarbeiten  spezielle Legierungen ohne Nickel.