Goldringe

Ringe aus Gold - die traditionellen Eheringe


 

Ringe werden schon seit Jahrtausenden als Schmuck getragen. Der älteste Ring, der je gefunden wurde, war aus Mammutelfenbein hergestellt und war mehr als 21.000 Jahre alt. Anfangs wurde für die Fertigung von Ringen nur natürliche Materialen benutzt, wie z. B. Holz, Bernstein oder Knochen. Nach weiter sich das technische Wissen der Menschen entwickelte, desto ausgeklügelter wurden auch die Ringe. So waren eine Zeit lang nicht nur Ringe aus Metall modern, auch Ringe aus Glas wurden gerne getragen.

Die Wahl des Materials, aus dem der eigene Ring gefertigt werden sollte, wurde stark vom damalig vorherrschenden Aberglauben beeinflusst. So wurde Silber nachgesagt, Böses abzuwehren. Gold war damals ein Synonym für Unvergänglichkeit bzw. das Leben, was das Edelmetall seiner goldgelben Farbe zu verdanken hatte. Natürlich wurde schon damals ziemlich schnell bemerkt, dass Gold eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse besitzt. Besonders Goldringe, die in einem Stück geschmiedet wurden, wurden damals als Symbol für die Unendlichkeit gesehen.

Der Goldring – ein Symbol in vielen Geschichten und Sagen

Von magischen Goldringen ist verstärkt in der germanischen Sagenwelt die Rede. Selbst in den Märchen der Gebrüder Grimm trifft man auf verzauberte Ringe. Auch der berühmte griechische Philosoph Platon schuf it dem Ring des Gyges ein beeindruckendes Stück über Moral und Ehrlichkeit. Selbst in der Neuzeit waren magische Ringe der Bestandteil vieler Geschichten, Bücher und Filme. Beispiele hierfür wären z. B. die Ringparabel „Nathan der Weise“ oder gar die Trilogie „Herr der Ringe“.

In den Geschichten verliehen manche Ringe Zauberkräfte. Goldene Siegelringe oder Bischofsringe waren die Insignie großer Macht. Wurde so ein Ring gewaltsam verloren, war das dem Verlust der Amtswürde gleichzusetzen. Der goldene Ehering wiederum wurde schon immer als Symbol für eine glückliche und dauerhafte Ehe gesehen.

Goldringe – traditionelle und moderne Eheringe

Der Ring als Symbol für die Vereinigung von zwei Menschen war schon in der römischen Antike bekannt. Damals trugen allerdings nur die Frauen einen Ring, genauer gesagt einen Ring aus Eisen. Dieser galt als Zeichen dafür, dass sie vor der Hochzeit ihre Mitgift erhalten hat und nun Eigentum ihres Mannes ist. Schon damals wurden die antiken Ringe aus der Römerzeit mit Gravuren versehen, ein perfektes Pfand der Liebe. Damals wie heute waren das Hochzeitsdatum samt der Name des Partners eingraviert.

Die Tradition, dass der goldene Ehering am Ringfinger getragen wird, geht auf die Römerzeit zurück. Die alten Römer waren der Meinung, dass es in diesem Finger eine Ader gibt, die direkt mit dem Herzen verbunden ist. Selbst im christlichen Glauben wurde der goldene Ehe-Ring sehr schnell zur Tradition. So fand die fand die erste christliche Trauung mit Eheringen unter Papst Nikolaus dem Ersten im Jahre 850 statt. Doch erst an dem 13. Jahrhundert sollten goldene Ringe ein fester Bestandteil kirchlicher Riten werden. Heute hat der gegenseitige Ringtausch samt des Treueversprechens eine ganz andere Bedeutung, denn heute ist die Ehe ein Symbol für eine gleichberechtigte Beziehung zwischen Mann und Frau. Auch werden in der heutigen Zeit Eheringe nicht mehr nur aus Gold gefertigt. Trauringe aus Platin, Palladium und andere Edelmetalle sind gefragter denn je. Doch Goldringe als Eher- bzw. Trauring haben selbst in der heutigen Zeit eine bei Weitem höhere Symbolik.