Die Hochzeitstraditionen

Jeder, der eine Hochzeit plant kommt nicht drum herum sich auch mit den verschiedenen Traditionen rund um die Hochzeit zu beschäftigen. Es gibt so viele unterschiedliche Bräuche, dass man gar nicht alle kennen kann. Viele werden auch nur in bestimmten Regionen angewendet. Weltweit gibt es bestimmt tausende Brauchtümer, die rund um die Hochzeit angewendet werden. Alle haben ein Ziel: Sie sollen dem Brautpaar Glück und Segen für das gemeinsame Leben bescheren und Unheil von ihnen fernhalten. Einige der meistbekannten überregionalen Brauchtümer sind z.B.


  • Der Polterabend vor der eigentlichen Hochzeit gibt es – meist wenige Tage vor der Hochzeit – den Brauch eine Art Vorfeier

zu veranstalten. Diese Feier findet in der Regel im Haus der Brauteltern statt. Anders als zu der Hochzeit,

zu der nur geladene Gäste kommen dürfen, kann beim Polterabend jeder kommen und mitfeiern. Da kann

es dann auch schon mal passieren, dass der Polterabend teurer wird, als die Hochzeit selber, weil sich das

ganze Dorf zur Feier einfindet. Tradition ist es, dass beim Polterabend die Gäste Porzellan dem Brautpaar

vor die Füße werfen, dessen Scherben Glück bringen soll. Am Ende der Feier müssen dann die Brautleute

gemeinsam die Scherben zusammenkehren. Dies soll daran erinnern, dass man künftig nicht mehr alleine

die „Scherben des Lebens“ zusammenfegen muss, sondern dass man nun zu zweit ist und sich leichter tut.


  • Das Bewerfen des Brautpaares mit Reis Das frisch getraute Paar wird beim Verlassen der Kirche mit Reis beworfen, welches Ihnen einen

großen Kindersegen bescheren soll


  • Baumstamm zersägen Dem Brautpaar wird von einem mittelgroßen Baumstamm auf einem Holzbock der Weg versperrt. Diesen

müssen die beiden dann mit vereinten Kräften in der Mitte auseinandersägen. Dies steht als

Versinnbildlichung dafür, dass Schwierigkeiten in der Ehe gemeinsam gelöst werden müssen und können


  • Etwas Altes, etwas Neues, etwas Dieses Brauchtum schreibt vor, dass die Braut diese Dinge bei ihrer Trauung tragen muss. Das Alte und

Blaues und etwas Geliehenes Neue steht dabei für Vergangenheit und Zukunft, das Blaue für die Treue und das Geliehene für

Freundschaft


  • Den Brautstrauß werfen Wenn sich die Feierlichkeiten dem Ende zuneigen, wird der Brautstrauß geworfen. Die anwesenden

unverheirateten Frauen stellen sich hinter dem Rücken der Braut auf. Diese wird dann einige Male um die

eigene Achse gedreht und wirft dann den Strauß hinter sich. Laut dem Brauchtum wird diejenige

Junggesellin, die den Strauß fängt als Nächste heiraten.



  • Die Braut entführen Am Abend der Hochzeitsfeier wird irgendwann vom besten Freund des Bräutigams die Braut entführt. Der

Freund und ein paar ausgesuchte Hochzeitsgäste verlassen unbemerkt mit der Braut die Feier und

entführen sie in ein anderes Lokal. Dort muss der Bräutigam sie dann finden und auslösen. Dies tut er i indem er die entstandene Zeche in dem zweiten Lokal bezahlt. Je länger der Bräutigam also braucht um

seine Frau zu vermissen und zu finden, umso teurer wird es für ihn. Dies soll ihn lehren stets aufmerksam

seiner Frau gegenüber zu sein.


  • Die Blumenkinder Blumenkinder sind nicht nur etwas fürs Auge. Dahinter versteckt sich ebenfalls ein Brauchtum. Früher

bezweckte man mit dem Verstreuen von Blumenblättern durch unschuldige Kinder durch den Duft die

Fruchtbarkeitsgöttin anzulocken und somit dem Brautpaar einen reichen Kindersegen zu bescheren.


  • Der Brautschleier Der Brautschleier ist ein klassischer Bestandteil des Brautkleides und wird auch heute noch gerne

getragen. Der Schleier begründet sich in der Tradition, dass der Bräutigam die Braut vor der Trauung nicht

zu Gesicht bekommen darf, weil dies Unglück bringen würde. So verbirgt die Braut ihr Gesicht hinter

einem Schleier. Erst nachdem beide verheiratet sind, darf der Bräutigam den Schleier lüften und seiner

geliebten Braut ins Gesicht blicken. Der Schleier birgt allerdings auch eine Gefahr. Die Überlieferungen

besagen, dass keine andere Frau als die Braut selbst den Schleier tragen darf. Tut sie es doch, dann wird

diese Frau später den Bräutigam zur Untreue verführen. Zwar ist es unwahrscheinlich, dass ein Schleier

schuld sein könnte, wenn der Ehemann untreu ist, aber wer möchte dieses Risiko schon eingehen.