Der Rubin


 
Der blutrote Rubin – einer der beliebtesten Edelsteine in der Schmuckherstellung. Kaum zu glauben, dass der Saphir und der Rubin aus ein und demselben Material entstanden. Beide sind Varietäten des Minerals Korund. Die einzelnen Farbtöne entstehen durch den Einschluss bestimmter Mineralien. Beim Rubin entsteht die Rotfärbung z.B. durch den Einschluss von Chrom und Eisen. Je mehr Eisen enthalten ist, umso bräunlicher die Färbung.

Der Rubin ist der Geburtsstein des Monats Juli.

Der Name Rubin stammt vom lateinischen Ruber – was nichts anderes als „Rot“ heißt.

In der Zeit vor dem 18. Jahrhundert vereinte man alle roten Edelsteine wie Granat, Spinell oder Rubin unter dem Sammelbegriff „Carbunculus“ zusammen. Dies bedeutete „kleine Kohle“ was sinngemäß aus dem griechischen stammt. Hier bezeichnete man die tiefroten Steine, welche wie Feuer glühten, wenn man sie gegen die Sonne betrachtete, als Anthrax, was wiederrum „glühende Kohlen“ hieß.

Die Herkunft des Rubins

Rubine werden in vielen Ländern rund um den Globus abgebaut. Die älteste und bekannteste Abbaustätte jedoch liegt in Sri Lanka. Hier sollen bereits die Römer und davor die Griechen mindestens ab 480 v. Christus abgebaut haben. Allerdings kommen wohl die edelsten Rubine regelmäßig aus dem Mogok Tal im Norden von Zentral Birma. Auch aus dem Nordosten von Birma kommen bemerkenswert schöne Exemplare, vor allem aus Mong Hsu.

Überhaupt war Birma lange Zeit der weltweit bekannteste Herkunftsort von edlen Rubinen. Zeitweise trug der König von Birma sogar den Beinamen „Herr der Rubine“ zu seinem Königstitel.

Aber auch in Vietnam und Thailand, in Madagaskar, Pakistan, Mozambique und Tansania sowie in Afghanistan, Kenia, China und Indien und Kambodscha befinden sich Abbaugebiete für Rubine.

Die Mystik um den Rubin

In Indien bezeichnet man den Rubin als „Ratnarai“ den „König der Edelsteine“. Sie sehen in dem Edelstein das innere unvergängliche Feuer, das einem ein langes Leben bescheren könne.

Seit dem Mittelalter hält sich in unseren Breiten der Glaube, dass der Rubin, genau wie verschiedene andere Edelsteine einem den Blick in die Zukunft erlauben würde. Man glaubte der Rubin könne den Anbruch schlechter Zeiten und Unheil prophezeien, indem er seine Farbe verdunkelt. Andererseits sagte man dem Edelstein nach, er würde Glück im Spiel bringen.

Zu früheren galten der Rubin als Stein des Lebens und als Stein der Liebe“.
Bewahrte man diesen Stein auf, sollte er seinem Besitzer angeblich Tapferkeit, Macht und Würde verleihen und ihn gleichzeitig vor der Pest und dem Teufel schützen.

Allgemein wurde der Rubin als Heilmittel gegen allerlei zersetzende Krankheiten eingesetzt. Darüber hinaus wurde ihm nachgesagt, das Herz zu stärken und die Libido zu erhöhen.

Man war der Meinung ein Ring mit einem Rubin versetzt, könne den Träger zu einem besseren Menschen machen und ihm Titel und Land bescheren. Das funktioniere aber nur, wenn der Ring an der linken Hand getragen würde, trüge man ihn rechts, würde er genau das Gegenteil bewirken.
In Birma wird der Rubin als Talisman getragen und soll vor Unglück, Krankheit und Verletzung schützen. Dort nennt man ihn poetisch den „Blutstropfen aus dem Herz von Mutter Erde“.

Auch hierzulande regt das majestätische und edle Farbenspiel des blutroten Edelsteins die poetischen Gemüter an. Ralf Waldo Emerson schrieb im 9. Jahrhundert sogar ein Gedicht, in dem er den Rubin als „Tropfen des gefrorenen Weines aus den überquellenden Fässern Edens“ und „Herz der Freunde, den Freunden unbekannt“ beschreibt.

Die Rubin Varianten

Um als erstklassiger Rubin mit der Gütebezeichnung AAA gekennzeichnet werden zu dürfen, muss der Edelstein von überragender Reinheit und klarer Farbgebung sein. Auch ein erstklassiger Rubin wird allerdings maximal 80 Prozent Rot aufweisen können, da immer ein Einschlag ins Pink, Orange, Violett oder Lila vorhanden ist. Auch sind immer Einschlüsse vorhanden, was jedoch in diesem Fall nicht als Mangel angesehen wird, sondern eher als Beweis für die Echtheit gesehen wird. So werden manche Einschlüsse sogar gerne gesehen. So werden z. B. die mikroskopisch kleinen Einschlüsse, welche dem Rubin ein etwas mattes Aussehen verleihen gerne gesehen. Diese Einschlüsse bezeichnet man auch als „Seide“. Das matte Aussehen mindert dabei keineswegs den Wert des Steines, sondern wird als Schönheitsmerkmal gesehen.

Die Rubine und deren Qualitäten unterscheiden sich häufig nach deren Herkunftsländern. So stehen Rubine aus Vietnam z.B. qualitativ zwar vor den meist preiswerten Edelsteinen aus Madagaskar aber erreichen auch nicht den Qualitätsstandard der Rubine aus Tansania. Diese bestechen durch eine einmalige Reinheit, kommen allerdings auch nur in kleineren Größen vor.

Der Sternrubin

Eine besondere Variation bei den Rubinen ist der Sternrubin. Sie erhielten ihre Bezeichnung durch den so genannten Asterismus (der Stern Effekt) beziehungsweise der Catoyance (dem Katzenauge Effekt). Dieser Effekt entsteht durch parallel zueinander verlaufende Einschlüsse, die das Licht entsprechend reflektieren, so dass der optische Eindruck eines Sterns oder der Pupille eines Katzenauges gegeben ist. Diese Varianten werden durch den entsprechenden Schliff perfektioniert.

Edelsteinkauf ist Vertrauenssache

Der Kauf von Edelsteinen ist eine vertrauliche Angelegenheit und bedarf in der Regel einer intensiven persönlichen Beratung des Kunden durch einen versierten Fachverkäufer. Je wertvoller und individueller das  Schmuckstück ist, umso anspruchsvoller sollte die Beratung sein. Wenn Sie sich in Berlin Rubinschmuck kaufen möchten, dann lassen Sie sich bei uns beraten. Ganz egal ob Sie Rubinringe, Rubinanhänger, Rubinarmbänder, oder anderen Rubinschmuck suchen –wir stellen Ihnen gerne unsere große Auswahl zur Verfügung und beraten Sie gerne professionell.