Aussteuer / Mitgift


 

Früher wurde sie Mitgift oder Heiratsgut genannt, heute Aussteuer. Sie ist in den westlichen Ländern der Erde nicht mehr so weit verbreitet. Lediglich in den traditionellen ländlichen Gegenden ist die Aussteuer nach wie vor fester Bestandteil der Brautwerbung. Dabei unterscheidet man noch zwischen einer direkten Aussteuer und einer indirekten Aussteuer.

  1. Die direkte Aussteuer

Die direkte Aussteuer kommt von der Verwandtschaft der Braut und ist für das Brautpaar selbst gedacht.

  1. Die indirekte Aussteuer

Die indirekte Aussteuer Kommt von den Eltern des Bräutigams und heißt auch Morgengabe. Die Braut erhält sie am Morgen nach der Hochzeitsnacht und darf frei darüber verfügen. Oftmals handelt es sich hierbei um ein Schmuckstück.

  1. Die klassische Aussteuer

Die klassische Aussteuer ist allerdings z. B. Bettbezüge, Handtücher, Waschlappen, etc. für den gemeinsamen Haushalt der Brautleute. Sie war ursprünglich dazu gedacht um den Eheleuten den Start in die eigenen vier Wände zu erleichtern und sie finanziell zu entlasten.

An was orientiert sich die Höhe der Aussteuer?

Die Höhe der Aussteuer richtete sich hauptsächlich nach dem gesellschaftlichen Stand des Bräutigams. Je höher dieser war, umso höher musste auch die Aussteuer ausfallen. So konnte es dann durchaus passieren, dass nicht etwa Verbote eine nicht standesgemäße Hochzeit verhinderten, sondern die fehlende Aussteuer.

Die Familie der Braut nahm große Entbehrungen auf sich um die Tochter gut unter die Haube zu bringen, teilweise verschuldeten sie sich sogar, um den Ansprüchen gerecht zu werden. In anderen Ländern der Erde ist das Brauchtum der Aussteuer bzw. Mitgift noch sehr verbreitet. In asiatischen Ländern z. B. wird ein sogenanntes Brautgeld von den Brautvätern der Braut gezahlt um diese zu verheiraten.